Online-Marketing-Tipps für Deine Nachhilfeschule – Social Media Marketing

Ali Taşbaş, Inhaber des Lernstudio IQ, versucht täglich auf Social-Media präsent zu sein. Dadurch folgen dem Instagram-Account seiner Nachhilfeschule bereits 3.630 Leute. Warum Ali aktiv einen Social-Media-Account für sein Nachhilfe-Institut betreibt und was die Vorteile davon sind, erklärt er in folgendem Interview.

Instagram-Account des Lernstudio IQ

Marketing funktioniert am besten dort, wo sich Deine Zielgruppe befindet und Du von dieser wahrgenommen werden kannst. Social-Media-Plattformen sind beliebter denn je. Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht das:

Fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung nutzt Social-Media-Plattformen. Das sind 38 Mio. Menschen allein in Deutschland, die sich tagtäglich über diese Netzwerke austauschen und informieren. Besonders beliebt ist Social-Media bei den unter 44-Jährigen, zwei Drittel der Social-Media-Nutzer*innen fallen in diese Altersklasse. (Quelle: „Digital 2019 Report„).

Das heißt, einen Großteil Deiner Zielgruppe erreichst Du definitiv über soziale Netzwerke. Aus diesem Grund nutzt Nachhilfeschul-Inhaber Ali Taşbaş Social-Media und das sehr erfolgreich. Sein Nachhilfe-Institut „Lernstudio IQ“ hat auf Instagram bereits 3.630 Abonnenten. Ich habe für Dich mit Ali gesprochen, um mehr über das Thema Social-Media-Marketing für Nachhilfeschulen herauszufinden.  Erfahrt im Interview unter anderem was die Vorteile von Social-Media sind, wie viel Aufwand in seinen Accounts stecken und was seine Tipps sind.

Social-Media bietet viele verschiedene Mehrwerte für Deine Nachhilfeschule!

Angelika: Hallo Ali, aus welchen Gründen nutzt Du Social-Media als Plattform für Deine Nachhilfeschule und was sind die Mehrwerte?

Ali: Es ist wichtig die Leute dort anzusprechen, wo sie sich befinden. Das Leben spielt sich immer mehr in sozialen Netzwerken ab und aktuell umso mehr. Die Plattformen Facebook und Instagram stehen auf Nummer eins. Aber auch TikTok und Snapchat sind besonders bei jungen Menschen im Trend.

Einen Account bei Social-Media zu pflegen, kann verschiedenste Mehrwerte bieten. Es kommt auch immer darauf an, welches Ziel verfolgt wird. Wir haben zwei primäre Ziele.

Zum einen wollen wir einen Informationsaustausch mit unseren Abonnenten und Kunden generieren. Das heißt, just in time informieren wir die Abonnenten darüber, was Wichtiges im Lernstudio IQ und in der Außenwelt passiert. Aktuell teilen wir bspw. häufig die wichtigsten Neuerungen in der Corona-Politik mit. Ich versuche also schnellstmöglich relevante Informationen aufzunehmen und diese mit den Abonnenten zu teilen. Das funktioniert sehr gut, wir sind da immer recht schnell! 

Ein weiteres Ziel ist es, die Marken-Bekanntheit des Lernstudio IQ zu erhöhen. Mit unterschiedlichem Content wollen wir auf unsere Nachhilfeschule aufmerksam machen. Es geht darum, dass die Leute vor allem in der Region etwas mit dem Namen Lernstudio IQ verbinden können. Je häufiger die Leute ein Angebot in den sozialen Netzwerken wahrnehmen, desto eher werden dadurch neue Kunden generiert.

Auch die Personalgewinnung kann ein Ziel von gewerblichen Social-Media-Accounts sein. Durch die Präsenz in den sozialen Medien werden potenzielle Nachhilfelehrer auf das Nachhilfe-Institut aufmerksam. 

Tipp: Lege einen Fokus bei Deinen Social-Media-Aktivitäten!

Angelika: Du hast Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat erwähnt. Ist das Lernstudio IQ auf all diesen Plattformen aktiv?

Ali: Unser Fokus liegt aktuell auf jeden Fall auf Instagram. Hier halten sich viele der jungen Menschen und ihre Eltern auf, weshalb wir auf Instagram auch am aktivsten sind. Facebook kann gut neben Instagram bedient werden. Es besteht die Möglichkeit einzelne Beiträge auf Instagram und gleichzeitig auf Facebook zu teilen. Das spart Arbeit. Wichtig zu wissen ist, dass der Altersdurchschnitt der Nutzer auf der Plattform Facebook gestiegen ist. Deshalb posten wir hier vor allem Beiträge, die für Lehrkräfte und Eltern von Interesse sind.

Übrigens sind Facebook-Gruppen auch sehr interessant! Es gibt viele regionale Studentengruppen, in denen sich z. B. Lehramtsstudenten austauschen. Diese Gruppen sind ideale Netzwerke zur Akquise neuer motivierter Lehrkräfte

TikTok und Snapchat habe ich ebenfalls eine kurze Zeit genutzt. Allerdings war das Betreiben von so vielen verschiedenen Plattformen zu ressourcenintensiv. Nun sind wir auf diesen beiden Plattformen hin und wieder aktiv, allerdings entsteht dadurch kein Mehrwert.

Ein sehr wichtiger Tipp ist also: Es macht viel mehr Sinn sich auf eine oder zwei Plattformen zu fokussieren und hier regelmäßig Content zu liefern! Ein Account, der nur sporadisch mit Leben gefüllt wird, bringt meistens wenig Mehrwert.

Regelmäßig Content zu posten ist beim Social-Media-Marketing sehr wichtig!

Angelika: Regelmäßig Content zu liefern hört sich nach viel Arbeit an. Schaffst Du es allein die Accounts zu pflegen?

Ali: Wir versuchen täglich etwas zu posten und das kann ganz schön anstrengend sein! Deshalb habe ich ein kleines Team aufgebaut, welches aus Lehrkräften des Lernstudio IQsbesteht. Das sind 3 bis 4 Leute, die mich dabei unterstützen regelmäßig zu posten. Das Team hat Zugriff auf den Account. Dadurch können die Teammitglieder selbstständig Inhalte hochladen.


Angelika: Und wie viel Zeit investierst Du und Dein Team nun circa pro Woche in die Social-Media-Aktivitäten?

Ali: 8 bis 10 Stunden pro Woche investieren wir insgesamt circa in Social-Media. Hinter dem Content steht oft mehr Arbeit, als man vielleicht vermutet. Ein Videodreh klappt bspw. nicht immer beim ersten Mal, sodass mehrere Versuche benötig werden. Danach ist das ein und andere noch am Bild oder Video zu bearbeiten und so weiter.


Angelika: Wie strukturiert ihr eure Aktivitäten auf Social-Media?  Gibt es einen festen Plan, wer wann was postet und habt ihr bestimmte inhaltliche Formate?

Ali: Wir gestalten das sehr frei und haben keinen festen Plan. Jeder im Team postet hin und wieder etwas, sodass fast jeden Tag neuer Inhalt geliefert wird.

Inhaltlich posten wir viel aus dem Unterricht und zeigen damit die Lernatmosphäre bei uns. Auch aktuell posten wir wie Online-Unterricht aussehen kann. Damit können Außenstehende Einblick in unsere Arbeit erhalten. Weiterer wichtiger inhaltlicher Bestandteil ist wie schon erwähnt das Teilen von relevanten Informationen für Schüler*innen und Eltern.

Ein festes inhaltliches Format haben wir ebenfalls, wofür wir den VNN Innovationspreis gewonnen haben. Das Format heißt „#Abiunddann“. Dabei geht es darum Menschen aus dem Berufsleben einzuladen, die zukünftigen Absolventen*innen von ihrem Beruf erzählen. Durch Corona konnten wir das Format nicht mehr vor Ort live anbieten. Deshalb ist nun ein Instagram-Format daraus entstanden.

Beispiele für Posts des Lernstudio IQ: Links ein Beitrag für das Format „#Abiunddann“. Rechts ein Post, um Eltern und Schüler*innen über die aktuelle Lage im Lernstudio zu informieren.

Erhalte neue Schüler*innen für deine Nachhilfeschule über Social-Media!

Angelika: Konntest Du über Social Media nachweislich neue Schüler*innen oder Lehrer*innen akquirieren?

Ali: Wir haben durch Social-Media auf jeden Fall Schüler*innen gewinnen können. Wir fragen die Kunden bei der Anmeldung immer ab, wie sie auf uns aufmerksam geworden sind. Auch werden wir hin und wieder direkt über Instagram von Interessenten kontaktiert.

Da wir Fotos von Schüler*innen posten oder diese teilweise selbst etwas posten und uns verlinken, werden andere Mitschüler*innen ebenfalls auf uns aufmerksam. Wenn wir Bilder von minderjährigen Schülern*innen auf unserem Account veröffentlichen, holen wir vorab immer eine Genehmigung bei den Eltern ein.

Beachte: Denke daran, gesetzliche Regelungen auch auf Social-Media einzuhalten. Vor allem beim Posten von Fotos deiner Schüler*innen oder Lehrer*innen musst Du das Recht am eigenen Bild beachten. Hole Dir also stets die Genehmigung zur Veröffentlichung der Fotos der jeweiligen Personen bzw. bei Minderjährigen bei den Eltern ein.

Angelika: Haben sich auch Kooperationen aus Deinen Social-Media-Aktivitäten ergeben?

Ali: Ja, definitiv. Allein unser Interview heute, wäre ohne Social-Media nicht entstanden. Auch Patrick, Gründer von TutorSpace, habe ich über Social-Media kennengelernt. Außerdem habe ich eine Nachhilfeschule über Instagram kennengelernt, mit welcher ich mich regelmäßig austausche.


Angelika:
Was ist Dein Tipp für alle, die nun auch Social-Media-Marketing für ihre Nachhilfeschule betreiben wollen? 

Ali: Einfach loslegen, ohne lange zu überlegen. Nicht lang über eine ausgeklügelte Social-Media-Strategie nachdenken, sondern einfach damit starten. Ganz nach dem Motto „learning by doing“. Was auf Social-Media gut ankommt, lehrt ohnehin die eigene Erfahrung am besten.

Allerdings sollte einem bewusst sein, dass Social-Media-Aktivitäten nur erfolgreich sind, wenn man ständig am Ball bleibt. Das heißt, Zeit und Ressourcen müssen hier auf jeden Fall eingeplant werden.


Angelika: Vielen Dank für das Interview, das waren interessante Einblicke!  

Neben Social-Media-Marketing gibt es viele weitere Ansatzpunkte, um die Bekanntheit im Netz zu steigern. Ein wichtiger Bestandteil ist die Suchmaschinenoptimierung. Der erste Schritt hierfür ist sich ein „Google My Business“-Account anzulegen bzw. diesen zu optimieren. Die wichtigsten Tipps haben wir in einem vorherigen Artikel für Dich zusammengefasst. Falls Du diesen noch nicht gelesen hast, schaue doch mal vorbei: „Online-Marketing-Tipps für Deine Nachhilfeschule – Google My Business“

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